Alte Steine
Nach dem Frühstück liefen wir zur öffentlichen Fähre, welche einen für 25 Cent pro Person zur Nilinsel Elephantine übersetzt. Frauen müssen vorn und Männer hinten im kleinen offenen Boot sitzen.



Wir kamen relativ zentral auf der 1,5 km langen Nilinsel, in einem der nubischen Dörfer an. Nur durch wenige Meter Nil vom Stadtzentrum Assuans getrennt, fühlte man sich hier wie irgendwo fernab auf dem Land: keine Autos, keine asphaltierten Wege, Felder, Esel, Palmen. Nur der allgegenwärtige Dreck lag hier genauso rum.



Wir suchten uns den Weg zur Ausgrabungsstätte Elephantine, wo die spärlichen Überreste einer alten ägyptischen Siedlung, samt einiger Tempel und Nilometer zu sehen sind. Insgesamt gab es sehr wenige Besucher im Ausgrabungsgelände und erstaunlicherweise auch keine aufdringlichen Guides. Wir sahen uns zunächst in einem kleinen Museum um und spazierten dann auf dem weitläufigen Areal umher. Zu sehen gabs unter anderem eine Tempelruine samt einiger imposanter Säulen, Reliefs und Wandbilder, mehrere schöne Aussichtspunkte Richtung Stadt und Nilkatarakt, ein Nilometer (zur Wasserstandsmessung in altägyptischer Zeit) und viele viele alte Steine.









Tatsächlich kann hier auch ein Zweijähriger viel Spaß haben und gar nicht mehr weg wollen. Die Voraussetzung ist lediglich, dass man eine Plastikschaufel dabei hat. Hier gibt es nämlich genug Sand um die Ausgrabungen Schaufel für Schaufel wieder einzugraben. Mit der südlichen Fähre fuhren wir wieder zurück in die Stadt und nahmen ein Tuktuk bis zum unvollendeten Obelisken. Nach Bezahlung versuchte der Fahrer erstmal eine typische Verarschung: der Preis wäre pro Person ausgehandelt, und als ich mich darauf nicht einließ, behauptete er, ich hätte ihm einen falschen Schein gegeben. Wir ließen ihn einfach stehen und sahen uns stattdessen den 42 Meter langen Obelisken an, der, ringsherum bereits herausgeschlagen, noch in seiner Grube im Steinbruch liegt.


Von hier liefen wir schließlich die knapp zwei Kilometer wieder zurück zum Hotel, überquerten dabei zunächst den Fatimidischen Friedhof und hatten ab der Nilpromenade noch einige Taxi-, Tuktuk-, Pferdekutschenfahrer und Felukenkapitäne zu ignorieren, welche uns alle ihre Dienste anbieten wollten.


Nach einer späten Mittagspause verbrachten wir den Nachmittag am und tatsächlich auch im Pool. Nach Sonnenuntergang spazierten wir schließlich noch eine gute Stunde durch den Basar, welcher direkt hinter dem Hotel beginnt. Sowas macht uns immer wieder Spaß und die Händler waren weniger aufdringlich als erwartet.







Ja die üblichen Taxifahrertricks… weltweit schon erlebt!
Schöne Bilder. Abu Simpel erinnert ein bisschen an die Fassaden in Petra.
Guten Rutsch euch! 😉