Auf zum großen Fluss
Diesmal verschlägt es uns für knapp zwei Wochen über den Jahreswechsel nicht ganz so weit weg. Der Nil ruft bzw. die günstigen Flugpreise von Pegasus ab Prag über Istanbul nach Luxor haben gerufen. Das allerdings mit eher bescheidenen Flugzeiten. Nachmittags ging es los, vom im Nachweihnachtsreiseverkehr aus allen Nähten platzenden Flughafen Prag, zunächst bis Istanbul. Aus den folgenden, sowieso schon sehr langen vier Stunden Aufenthalt wurden aufgrund von Verspätung des ankommenden Flugzeugs letztendlich fünf und wir starteten erst kurz nach Mitternacht nach Luxor. Der Flughafen SAW in Istanbul ist nicht unbedingt schön, weil immer überfüllt und abartig teuer. Eine Halbliterwasserflasche kostet in den Läden mittlerweile 5 Euro, für Cola u.ä. werden 7,50 Euro verlangt. Kurioserweise gibts die gleiche Wasserflasche an einem etwas versteckt liegenden Automaten für 80 Cent. Ansonsten kann SAW ganz spannend zum Leute-beobachten sein – vor allem die Pilgergruppen Richtung Saudi Arabien. Wenn zur Gebetszeit plötzlich ein gesamter Wartebereich am Gate gemeinsam Richtung Mekka betet, macht das schon Eindruck.
In Luxor landeten wir kurz vor zwei Uhr nachts und waren zum Glück mit als Erste raus aus dem Flieger. Kurz nach uns war die Schlange am Visa- und danach Einreiseschalter schon beachtlich angewachsen. Wir kamen relativ zügig durch, das Gepäck war auf dem Band und der Fahrer war zum Glück auch noch da. Eine Art Nachtwächter empfing uns im Hotel und gegen drei Uhr waren wir schließlich im Bett. Für die halbe Nacht war uns auch egal, dass das Zimmer nicht wirklich gründlich gereinigt war, Handtücher fehlten und die Schallisolierung gegen Null ging. Für 28,- Euro inkl. Frühstück kann man in eigentlich bester Lage und zur Höchstsaison auch nicht wirklich viel erwarten.


Pünktlich um 9 Uhr wurden wir nach kurzem Schlaf und Frühstück bereits wieder von einem Fahrer abgeholt. Luxor sehen wir uns am Ende der Reise an. Heute ging es erstmal schnurstracks nach Abu Simbel. Das hieß, knapp sieben Stunden Autofahrt durch größtenteils monotone Geröllwüste.







Etwas, eigentlich ungewünschte, Abwechslung brachten da nur einige fragwürdige Abkürzungen unseres Fahrers, die vielleicht ein paar wenige Kilometer im Vergleich zur Schnellstraße sparten, aber in Summe mindestens eine halbe Stunde mehr Fahrzeit bedeuteten. Wenn man sich unasphaltierte Ortsdurchfahrten mit Eselskarren teilen muss, gehts nun mal nicht zügig voran.




Das Tuya Hotel in Abu Simbel erreichten wir am späten Nachmittag und unternahmen trotz der Nähe zu den berühmten Tempeln des Ortes heute erstmal nicht mehr viel. Wir haben ja schließlich einen kleinen Mitreisenden, der zwar die ganze Anreise ohne größeres Murren und dafür mit hunderten „Warum?“ mitgemacht hat, aber nun sicher auch nicht böse ist, mal keinem Plan folgen zu müssen, sondern einfach mal der Nase nach herumzulaufen. Und die führte uns nochmal an einen Ausläufer des Nasser Sees.




7h Fahrt – Respekt für euren Kleinen! 🙂
Er ist abgehärtet 😉 und fährt gerne Auto.