Besuch einer Dani-Familie
Ursprünglich hatten wir für heute einen Tag ohne Programm eingeplant, haben uns gestern dann aber doch dagegen entschieden Nichts tun zu wollen. Und so nahmen wir heute an einem für uns spontan organisierten Essen, welches im Erdofen bei einer Dani-Familie zubereitet wurde, teil. Am heutigen Sonntag konnte es allerdings nicht so zeitig losgehen, denn der Kirchgang an diesem Tag, war auch für unseren Guide Pflicht. So hatten wir am Morgen noch etwas Zeit, die Panoramen vom Restaurant und unserer Terrasse aus zu genießen.


Außerdem sahen wir uns auch noch einen halbstündigen Dokumentarfilm über die Stämme Papuas an.

Gegen 10:30 Uhr brachen wir schließlich direkt zu Fuß auf und wanderten ungefähr eine halbe Stunde stetig bergan, bis wir schließlich einige traditionelle Hütten erreichten.

Hier wurden wir auch bereits von unseren Gastgebern, einer achtköpfigen Dani-Familie in Empfang genommen.


Direkt im Anschluss begann auch schon die aufwendige Essenszubereitung. In einem Feuer wurden zunächst große Steine erhitzt, während direkt daneben ein Erdloch freigeräumt wurde. Nachdem die Steine heiß waren, wurde in abwechselnden Schichten Blätter, heiße Steine und das zuzubereitende Essen (Süßkartoffeln, Maniok, Bohnen und anderes Gemüse) hinein gegeben. Am Ende wurde alles gut verschnürt und abgewartet.







Währenddessen konnten wir uns nach Belieben umsehen, fotografieren und unser Guide erklärte uns einiges zur Lebensweise der Dani. Unser Kleiner wurde auch gleich von den hiesigen Kindern in Beschlag genommen, und alle zusammen hatten großen Spaß.


Einen größeren Regenguss warteten wir im gemischten Stall und Küchenhaus ab, in welchem ebenfalls ein Feuerchen brannte in welchem verschiedene Wurzelgemüse zubereitet wurden. Der Regen hielt zum Glück nicht lange an, und wir entgingen einem längeren Aufenthalt in dieser verräucherten, dunklen Hütte.

Es dauerte auch nicht mehr allzu lange, und das Erdofengericht war fertig. Schicht für Schicht wurde nun alles wieder abgetragen und alles Essbare gemeinschaftlich von den Dani gegessen. Zugegebenermaßen kosteten wir lediglich verschiedenste Dinge. Unser Mittagessen hatten wir schon zuvor aus Picknickboxen der Lodge gehabt.


Am gewöhnungsbedürftigsten war eine wie Ketchup aussehende Masse, die durch zerquetschen einer zuvor erhitzten, riesigen, roten Merata Frucht gewonnen wurde.

Nach dem Essen verabschiedeten wir uns schließlich wieder, kauften noch eine Kleinigkeit und wanderten zurück zur Lodge.

Den restlichen Tag unternahmen wir dann tatsächlich nichts mehr. Wir sind gespannt, wie das morgige Schweine-Fest ablaufen wird.