Besuch einer Dani-Familie

Besuch einer Dani-Familie

21. September 2025 0 Von Bandanar

Ursprünglich hatten wir für heute einen Tag ohne Programm eingeplant, haben uns gestern dann aber doch dagegen entschieden Nichts tun zu wollen. Und so nahmen wir heute an einem für uns spontan organisierten Essen, welches im Erdofen bei einer Dani-Familie zubereitet wurde, teil. Am heutigen Sonntag konnte es allerdings nicht so zeitig losgehen, denn der Kirchgang an diesem Tag, war auch für unseren Guide Pflicht. So hatten wir am Morgen noch etwas Zeit, die Panoramen vom Restaurant und unserer Terrasse aus zu genießen.

Aussicht vom Restaurant
Unser Bungalow in der Morgensonne

Außerdem sahen wir uns auch noch einen halbstündigen Dokumentarfilm über die Stämme Papuas an.

Da gibts gleich echtes Anschauungsmaterial passend zur Dokumentation

Gegen 10:30 Uhr brachen wir schließlich direkt zu Fuß auf und wanderten ungefähr eine halbe Stunde stetig bergan, bis wir schließlich einige traditionelle Hütten erreichten.

Ein Dani-Anwesen, bestehend aus Frauenhaus, Männerhaus und einer gemischten Stall- und Küchenhütte

Hier wurden wir auch bereits von unseren Gastgebern, einer achtköpfigen Dani-Familie in Empfang genommen.

Hallo!
Das Familienoberhaupt

Direkt im Anschluss begann auch schon die aufwendige Essenszubereitung. In einem Feuer wurden zunächst große Steine erhitzt, während direkt daneben ein Erdloch freigeräumt wurde. Nachdem die Steine heiß waren, wurde in abwechselnden Schichten Blätter, heiße Steine und das zuzubereitende Essen (Süßkartoffeln, Maniok, Bohnen und anderes Gemüse) hinein gegeben. Am Ende wurde alles gut verschnürt und abgewartet.

Die Vorbereitungen beginnen
Heiße Steine werden vom Feuer herüber geholt
Eine Schicht Süßkartoffeln und Maniok kommt dazu
Und eine Schicht Bohnen und Ähnliches
Und es folgt mal wieder eine Schicht Blätter
Die Vorbereitungen sind langwierig
Der Erdofen ist gefüllt – nun heißt es: warten

Währenddessen konnten wir uns nach Belieben umsehen, fotografieren und unser Guide erklärte uns einiges zur Lebensweise der Dani. Unser Kleiner wurde auch gleich von den hiesigen Kindern in Beschlag genommen, und alle zusammen hatten großen Spaß.

Spielkameraden für einen Tag
Die Merata Frucht

Einen größeren Regenguss warteten wir im gemischten Stall und Küchenhaus ab, in welchem ebenfalls ein Feuerchen brannte in welchem verschiedene Wurzelgemüse zubereitet wurden. Der Regen hielt zum Glück nicht lange an, und wir entgingen einem längeren Aufenthalt in dieser verräucherten, dunklen Hütte.

In der Küchehütte räuchert es von vielen Quellen

Es dauerte auch nicht mehr allzu lange, und das Erdofengericht war fertig. Schicht für Schicht wurde nun alles wieder abgetragen und alles Essbare gemeinschaftlich von den Dani gegessen. Zugegebenermaßen kosteten wir lediglich verschiedenste Dinge. Unser Mittagessen hatten wir schon zuvor aus Picknickboxen der Lodge gehabt.

Schicht für Schicht wird alles wieder aus dem Erdofen geholt
Gemeinsames Essen

Am gewöhnungsbedürftigsten war eine wie Ketchup aussehende Masse, die durch zerquetschen einer zuvor erhitzten, riesigen, roten Merata Frucht gewonnen wurde.

Zubereitung von Merata Paste

Nach dem Essen verabschiedeten wir uns schließlich wieder, kauften noch eine Kleinigkeit und wanderten zurück zur Lodge.

Blick zum Baliem Valley Resort

Den restlichen Tag unternahmen wir dann tatsächlich nichts mehr. Wir sind gespannt, wie das morgige Schweine-Fest ablaufen wird.

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