Die Mumie
Heute war leider schon unser letzter Tag im Baliem Tal. Den nutzten wir aber nochmal für zwei weitere Sehenswürdigkeiten. Gegen 9 Uhr ging es diesmal wieder mit dem Auto los. Und ungefähr 1,5 Stunden später erreichten wir den Ausgangspunkt Wanderung zur Meagaima Mumie. Diesmal war der Weg, der zum größten Teil durch Blätter- und Bambuswald führte angenehm eben und mit ca. 2 km pro Richtung auch nicht weit.

Kurz vor dem Ziel musste noch der Baliem Fluss überquert werden. Und da es an dieser Stelle keine Brücke gibt, geschah das einzeln per Einbaum.

Auf der anderen Flussseite befand sich auch schon das Dorf, in dessen Männerhaus die Mumie in einer Holzkiste in sitzender Position aufbewahrt wird. Nach einer freundlichen Begrüßung mussten wir noch kurz abwarten, ehe der Rauch aus dem Haus verzogen war (man hatte gerade ein neues Feuer gemacht), und dann konnten wir hinein.

Die Holzkiste wurde geöffnet und da saß die 350 Jahre alte Meagaima Mumie in beeindruckend gutem Zustand. Wir machten Fotos, hörten uns die überschaubaren Fakten an, die über die Mumie bzw. die Person bei Lebzeiten bekannt sind und ließen die ganze Szenerie auf uns wirken.


Ist schon eine seltsame Vorstellung, dass dieses Haus inkl. des 350 jährigen Bewohners, der immer im einzigen Raum anwesend ist, noch aktiv genutzt wird.
Zum Auto ging es anschließend wieder auf gleichem Weg und mit diesem fuhren wir ein Stück zurück Richtung Wamena bis zur Kotilola Höhle. Nach einem kurzen Picknick-Lunch machten wir uns auf den kurzen aber steilen Aufstieg zum Höhleneingang.

Wir spazierten in dieser etwas umher und wurden bis zu einem unterirdischen Fluss geführt, über welchen vor langer Zeit Bewohner eines Nachbartals den Berg durchquert und das Baliem Tal erreicht haben sollen. Außerdem beobachteten wir kurz des rege Treiben der hiesigen Fledermauskolonie.



Im Anschluss fuhren wir ein letztes Mal zurück zum Baliem Valley Resort, wo wir gegen 16 Uhr wieder ankamen. Einige Zwischenstopps an Souvenirshops in Wamena blieben leider erfolglos. Wir wollten eigentlich noch eine Holzschnitzerei haben. Aber entweder uns hat nichts gefallen, es war zu groß und schwer oder zu teuer.
