Kamele, Tempel und der Nil

Kamele, Tempel und der Nil

3. Januar 2026 0 Von Bandanar

Ganz abgelegen war der Anlegeplatz dann doch nicht, zumindest nicht, was andere Dahabeyas angeht – es ist halt Höchstsaison.

Sonnenaufgang vom Bett aus
Eine Dahabeya reiht sich an die andere
Blick vom Frühstückstisch

Nach dem Frühstück begann die heutige Tour mit der Fahrt im Schleppboot ein Stück stromauf ans andere Ufer. Wir werden sicher keine Freunde von Gruppentouren, aber hier geht es nun mal nicht anders. Zumindest sind wir in zwei Gruppen aufgeteilt, so dass sich die Größe mit 13 Personen in Grenzen hält.

Unser Schiff

Auf der anderen Seite angekommen, standen überdachte Pick-Up’s bereit, welche uns zum Kamelmarkt von Daraw brachten. Dies ist der größte Kamelmarkt Südägyptens und findet passenderweise nur einmal wöchentlich, nämlich am heutigen Samstag statt. Im Gegensatz zur Emirate gehts hier aber nicht um hochwertige Rennkamele, sondern um Arbeits- und Nutztiere. Entsprechend werden die Kamele auch behandelt.

Kamelmarkt von Daraw
Schon die Kleinsten können mit den Tieren umgehen
Mit zusammengebundenem Bein haut sichs schlecht ab
Auch Esel sind allgegenwärtig

Weiter ging es von hier zu einem lokalen Markt, wo es zunächst Hibiskustee in einem typischen, ägyptischen „Café“ gab.

Man bewegt sich fort mit einer Eselstärke
… und nochmal
Das Café, oder sind es doch zwei?

Danach bekamen alle einen Einkaufsauftrag – für uns waren das ein 1 kg Granatäpfel. Der Sinn dieser Aktivität ist uns nicht ganz so klar. Man geht halt zu einem Obsthändler, sagt bzw. zeigt was man will, bezahlt wahrscheinlich zu viel, findet es aber auch unnütz 90 Cent noch herunterzuhandeln und hat die Granatäpfel. Aber egal, Marktspaziergänge machen uns ja sowieso Spaß. Wo einige Tiere des Kamelmarktes landen, haben wir auch entdeckt (siehe Fotos).

Die Marktstraße
Alles vom Kamel
Schuhe, Taschen, Tücher
Eine Moschee in Daraw

Vom Markt wurden wir im Anschluss zum Tempel von Kom Ombo gefahren, wo ein geführtes Besichtigungsprogramm anstand. Glücklicherweise waren die historischen Ausführungen nicht extrem ausufernd und der Tempel ist durchaus sehenswert.

Der Tempel von Kom Ombo
Neben Horus wurde hier auch Sobek, der Krokodilgott, verehrt
In der Tempelruine
Auch hier: schöne Reliefs überall – mit Erklärung ehrlicherweise noch interessanter

Interessant war auch das kleine Krokodilmuseum, in welchem einige mumifizierte Tiere ausgestellt sind.

Viele mumifizierte Krokodile
Ist vor langer Zeit mal im Nil geschwommen
Ein Stadium der Mumifizierung

In der Zwischenzeit war unser Schiff hierher gefahren und wir konnten direkt an der Tempelanlage wieder an Bord gehen. Gut war, dass das Vormittagsprogramm zeitlich so geplant war, dass wir die Menschenmassen der großen Schiffe umgehen konnten, unglaublich wie viele davon aktuell unterwegs sind.

Kom Ombo von der Kabine aus
… und kurz nach dem ablegen
Typische Szene am Nilufer
Eine Autofähre
Sandstrand und Palmen gibts auch am Fluss
Von denen haben wir heute mindestens 50 gesehen

Als nächstes stoppten wir nach fast zwei Stunden Fahrt mit dem Schiff in der Nähe des Felsentempels von Horemheb, wo wir uns zunächst besagten Tempel ansahen und dann eine kurze Wanderung durch die umliegenden altägyptischen Steinbrüche und über die angrenzenden Hügel unternahmen.

Felsentempel von Horemheb
Die farbigen Verzierungen sollen 3500 Jahre alt sein
Hier wurden große Blöcke abgetrennt und mühsam verschifft
Wanderung am Steinbruch entlang
Ausblick über den Nil in die Wüste

Danach blieb schließlich noch eine gute Stunde bis zum Sonnenuntergang Zeit, um an einem kleinen Strand am Nil zu buddeln, in diesem zu schwimmen und auf diesem ein kleines Stückchen mit dem Kayak zu fahren – was wir auch alles taten. Das Abendessen gab es heute auf einer kleinen Nilinsel, welche wir nach weiterer halbstündiger Fahrt erreichten und die auch gleich unser Anlegeplatz für die Nacht ist.

Sonnenuntergang von der Kabine aus
Vorbereitung zum Abendessen
Und irgendwann begann der Lärm

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