Richtung Süden
Der Blick aus dem Fenster zeigte heute ein ganz anderes Bild, nämlich einen absolut wolkenlosen Himmel. Und laut Vorhersage sollten sich die gestrigen 12 Grad heute in sonnige 21 Grad wandeln.

Nach dem Frühstück fuhren wir zunächst nochmal zur großen Moschee. Nachdem wir unser Auto auf einem nahezu komplett freien Parkplatz abgestellt hatten, kam sogleich jemand mit einem Moped angefahren und meinte wir könnten hier nicht parken, sondern sollten ihm zum offiziellen Parkplatz folgen. Die Begründung war, dass dies ein Parkplatz für eine Schule wäre. Nur gabs da weit und breit keine und außerdem sind gerade Ferien. Irgendwann merkte er wohl, dass wir uns nicht überzeugen lassen und verschwand. Wer weiß welch schöner kostenpflichtiger Parkplatz oder überteuerter Teppichladen uns so entgangen ist.
Wir sahen uns die Moschee heute nochmal rundum von außen im Sonnenlicht an und statteten auch dem morgens geöffneten Innenhof einen Besuch ab. Es ist eben ein sehr alter Komplex und deswegen natürlich nicht mit moderneren, arabischen Prunkbauten zu vergleichen.





Von der Moschee spazierten wir die äußere Stadtmauer der Medina entlang bin zu deren Hauptbereich.



Am heutigen morgen war ziemlicher Trubel und deutlich mehr Geschäfte auf, als gestern.


Von den Sehenswürdigkeiten der Medina sahen wir uns noch ein weiteres Mausoleum, dass des Sidi Abid el Ghariani, an.



Außerdem waren wir noch in einem Haus namens Bir Barrouta. Hier dreht im ersten Obergeschoss ein Dromedar seine Runden, um eine Holzkonstruktion, mit welcher Wasser aus einem 25 m tiefen Brunnen nach oben befördert wird, anzutreiben. Ist natürlich prinzipiell abzulehnen, ein Tier so zu halten und Wasser muss man in Tunesien auch nicht mehr so mittelalterlich fördern.

Von hier machten wir uns wieder kreuz und quer auf den Weg zurück zum Auto und weiter zum Hotel.



Den Großteil des Nachmittags verbrachten wir anschließend im Auto, denn unser nächstes Ziel war das ungefähr 300 km südlich gelegene Touzeur.

Kurz nach Vier erreichten wir unsere Unterkunft Dar Saida Beya in der Medina. Wir bezogen schnell unser Zimmer und machten uns gleich noch mal auf den Weg.


Zunächst spazierten wir zur weitläufigen Dattelpalmenplantage der Stadt. 400000 Palmen soll diese umfassen.


Wir schafften es nur bis zu einem Spielplatz an deren Rand. Nach etwas Rutsche, Schaukel, Krabbelraupe und Trampolin machten wir uns schließlich nochmal auf den Weg, um der Hauptstraße durch die Medina folgend, eine Pizzeria aufzusuchen.

Bei Touristen nimmt man es nicht so genau mit Ramadan, außerdem war ja auch schon fast Sonnenuntergang. Auf dem Weg zurück zum Hotel war es dann auf den Straßen wie ausgestorben. Es war gerade die Zeit des täglichen Fastenbrechens und wahrscheinlich jeder war nun zu Hause.
