Südliches Baliem Tal
Am heutigen Tag unternahmen wir eine ausgedehnte Wanderung im südlichen Baliem Tal. Das Positive daran, wenn man mal nicht auf Tiersuche geht, ist, dass man nicht so zeitig los muss. Somit reichte es aus 8:30 Uhr aufzubrechen. Ein Fahrer, unser sehr sympathischer Guide Wendy und ein Träger für unsere Verpflegung warteten bereits überpünktlich auf uns. Zunächst fuhren wir nach Wamena auf einen kleinen Obst- und Gemüsemarkt, um unser Menü für den heutigen Tag zu vervollständigen. Die Mischung des Angebots war interessant. Neben gewöhnlichen Dingen wie Gurke, Tomate, Erdbeeren, Möhren und Kartoffeln, über eine riesige Auswahl an tropischen Früchten, bis hin zu allerlei Vielfalt an Wurzeln, Kraut und Kohl gabs hier alles. Es war auch sehr angenehm sich hier umzusehen. Obwohl wir die einzigen Touristen waren (wir trafen den gesamten Tag auch keine mehr) wurden wir zwar neugierig, aber sehr zurückhaltend beäugt.



Von hier fuhren wir weiter zum Ausgangspunkt der Wanderung im südlichen Baliem Tal. Die gesamte Fahrstrecke war zwar gerade einmal 34 km lang, gedauert haben diese allerdings knapp zwei Stunden. Bester Asphalt wechselte immer wieder völlig unangekündigt zu unbefestigter Piste oder manchmal auch zu sehr herausfordernden Passagen.




Die Wanderung selbst war ungefähr 12 km lang. Dabei liefen wir die Hälfte der Strecke auf der einen Seite des Flusses und den Rest auf der anderen zurück. Gekreuzt wurde der Fluss jeweils über eine Hängebrücke.



Der Weg verlief nahezu durchgängig in Hanglage. Es ging ständig bergauf, bergab, durch Schlamm, über Steine und manchmal mussten kleine Bäche gekreuzt werden (meist ohne Brücke). Aber für genau so ein Erlebnis macht man eine solche Tour ja.

Zu sehen gab es hauptsächlich ganz viel grandiose Landschaft und zahllose Felder der Dani (das hiesige Volk der Papua).




Hin und wieder kreuzten wir auch kleine Ansammlungen von Häusern, einige davon auch noch im traditionellen Stil. Sobald wir von Einheimischen entdeckt wurden, wurde fleißig gewunken und uns zugerufen.


Inklusive einer ausgedehnten Mittagspause, man hatte für uns einen Picknick Lunch von der Lodge und gefühlt mehrere Kilo Obst dabei, dauerte die Wanderung ungefähr viereinhalb Stunden. Viel länger musste es nach meinem Geschmack auch gar nicht sein, gerade wenn man 14 kg Lebendgewicht auf den Schultern mit sich herumträgt 😉
Im Anschluss ging es mit dem Auto wieder zurück nach Wamena, wo wir noch einen kurzen Fotostop am großen Markt einlegten. Letztendlich gab es auch hier hauptsächlich Obst und Gemüse. Ein paar Stände boten noch Fisch, Feuerholz oder die typischen, lokalen Tragenetze an.


Die Lodge und unseren Bungalow erreichten wir am späten Nachmittag genau passend, ehe ein heftiger Regenguss niederging.

Mit dem Wetter hatten wir Glück gehabt. Obwohl am Morgen noch dicke Wolken an den Bergen hingen, war es den gesamten Tag, bis zum Abend hin sonnig, aufgrund der Höhe aber auch nicht zu heiß.