Tal der Könige

Tal der Könige

6. Januar 2026 0 Von Bandanar

Heute wollten wir zum Tal der Könige, was sich auf der anderen Nilseite befindet. Leider ist aber keine öffentliche Fähre in angenehmer Laufreichweite unseres Hotels. Zwar wird man, sobald man das Hotel verlässt und sich in der Nähe von Nil oder Sehenswürdigkeiten befindet sowieso ständig von Bootfahrern, Felukenkapitänen, Kutschen- und Taxifahrern sowie deren Vermittlern angequatscht, aber da dies im Gegensatz zu Assuan hier deutlich penetranter geschieht, hat man durchgängig das Gefühl, dass man beschissen wird. Letztendlich haben wir uns auf jemanden eingelassen, der uns Boot und Auto auf der Westseite des Nils organisiert hat. Letztendlich hat das zusammen umgerechnet 17 Euro gekostet und war mit Sicherheit zu teuer. Auf der anderen Seite hätte das Hotel für die gleiche Leistung 50 Euro haben wollen. Man hat also letztendlich die Wahl auf nervende Art etwas oder freundlich und nobel umso mehr beschissen zu werden 😉

Sobald man den Nil um wenige hundert Meter verlässt, befindet man sich in karger, hügeliger Geröllwüste, und genau in diese ist das Tal der Könige eingebettet. Mit vielen anderen Besuchern bahnten wir uns den Weg vom Ticketschalter zu den Pharaonengräbern.

Vom Ticketschalter zum Tal sind es noch ein paar fußläufige Meter durch die Wüste
Am Eingang zum Tal der Könige

Von den Gräbern waren heute 14 geöffnet. Aus zwölf davon kann man sich drei heraus suchen, deren Besuch im Standardeintritt von 15 Euro inklusive ist. Ein weiteres, das von Ramses V/VI., kostet vier Euro extra, und eines, das von Sethos I., kostet 35 Euro extra. Das Zusatzticket für die Ramsesse nahmen wir noch dazu, das extrem teure sparten wir uns – somit besichtigten wir in knapp zwei Stunden vier Gräber. Deren Aufbau ist im Prinzip immer identisch: es führt ein dekorierter Gang in den Berg, an dessen Ende sich die Grabkammer befindet.

Ein typischer Eingangsbereich eines Grabes (hier ein geschlossenes, deswegen ohne Menschen)

Die einzelnen Gräber unterscheiden sich in der Gestaltung und im Erhaltungszustand. Wir waren zuerst im Grab von Ramses V/VI., was auch das Beeindruckendste war:

Gang zur Grabkammer
Viel Text
Beeindruckende Wandbilder wohin man sieht
Ich hätte hunderte Bilder machen können
Es geht weiter hinab
Reich verzierte Säulen
Anubis
In der Grabkammer
Die Reste des Sarkophags
… etwas näher
Es geht wieder hinaus

Danach folgten das Grab von Tausret und Sethnacht:

Es geht hinein
Auch hier: reichlich Wandverzierungen
Pharao und Horus? – ist eine Vermutung von Geschichtsbanausen
Mit Sicherheit: Schlangen
Der Sarkophag

danach das Grab von Sethos II.

Hinab ins dritte Grab
Auch hier wieder schöne Verzierungen
Der Sarkophag

und schließlich das Grab von Ramses III.

Ein Bild von der Decke, statt vom Gang – denn der war voller Menschen
Das ist einfach immer wieder sehenswert
Sehr gut erhalten bzw. restauriert
Ein Hund
Nochmal was zu lesen
Der Pharao (?)
Schöne Farben

Beeindruckend waren alle vier Gräber, und für unseren Geschmack waren dies auch ausreichend viele. Die vielen Touristen, die stickige Hitze in den Gräbern und die brennende Wüstensonne machten das Ganze auch im tiefsten ägyptischen Winter bei nur 26 Grad Außentemperatur zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Außerdem lässt sich ein Zweijähriger verständlicherweise auch kaum länger von Pharaonengräbern begeistern.

Im Tal der Könige

Vom Tal der Könige ließen wir uns im Anschluss noch zum berühmten Totentempel der Hatschepsut fahren. Für den Besuch hier brauchten wir ungefähr eine Stunde. Dabei stiegen wir hinauf bis auf die oberste Terrasse und sahen uns hauptsächlich das Gebäude als Ganzes, einige Statuen und die Landschaft an.

Totentempel der Hatschepsut
Monumentale Statuen
Altarraum
Im Hathor Heiligtum des Tempels
Aussicht von oben

Von hier ging es schließlich wieder zurück zum Nil, über diesen hinüber und kurz nach 14 Uhr waren wir wieder im Hotel.

Es geht zurück über den Nil

Den verbleibenden Nachmittag verbrachten wir hauptsächlich am Pool und mit einer kleinen Einkaufstour in den Seitenstraßen. Besonders hat es uns eine Bäckerei angetan, wo wir auch am Vortag schon etwas geholt hatten.

Lecker

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