Tal der Könige
Heute wollten wir zum Tal der Könige, was sich auf der anderen Nilseite befindet. Leider ist aber keine öffentliche Fähre in angenehmer Laufreichweite unseres Hotels. Zwar wird man, sobald man das Hotel verlässt und sich in der Nähe von Nil oder Sehenswürdigkeiten befindet sowieso ständig von Bootfahrern, Felukenkapitänen, Kutschen- und Taxifahrern sowie deren Vermittlern angequatscht, aber da dies im Gegensatz zu Assuan hier deutlich penetranter geschieht, hat man durchgängig das Gefühl, dass man beschissen wird. Letztendlich haben wir uns auf jemanden eingelassen, der uns Boot und Auto auf der Westseite des Nils organisiert hat. Letztendlich hat das zusammen umgerechnet 17 Euro gekostet und war mit Sicherheit zu teuer. Auf der anderen Seite hätte das Hotel für die gleiche Leistung 50 Euro haben wollen. Man hat also letztendlich die Wahl auf nervende Art etwas oder freundlich und nobel umso mehr beschissen zu werden 😉
Sobald man den Nil um wenige hundert Meter verlässt, befindet man sich in karger, hügeliger Geröllwüste, und genau in diese ist das Tal der Könige eingebettet. Mit vielen anderen Besuchern bahnten wir uns den Weg vom Ticketschalter zu den Pharaonengräbern.


Von den Gräbern waren heute 14 geöffnet. Aus zwölf davon kann man sich drei heraus suchen, deren Besuch im Standardeintritt von 15 Euro inklusive ist. Ein weiteres, das von Ramses V/VI., kostet vier Euro extra, und eines, das von Sethos I., kostet 35 Euro extra. Das Zusatzticket für die Ramsesse nahmen wir noch dazu, das extrem teure sparten wir uns – somit besichtigten wir in knapp zwei Stunden vier Gräber. Deren Aufbau ist im Prinzip immer identisch: es führt ein dekorierter Gang in den Berg, an dessen Ende sich die Grabkammer befindet.

Die einzelnen Gräber unterscheiden sich in der Gestaltung und im Erhaltungszustand. Wir waren zuerst im Grab von Ramses V/VI., was auch das Beeindruckendste war:











Danach folgten das Grab von Tausret und Sethnacht:





danach das Grab von Sethos II.



und schließlich das Grab von Ramses III.







Beeindruckend waren alle vier Gräber, und für unseren Geschmack waren dies auch ausreichend viele. Die vielen Touristen, die stickige Hitze in den Gräbern und die brennende Wüstensonne machten das Ganze auch im tiefsten ägyptischen Winter bei nur 26 Grad Außentemperatur zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Außerdem lässt sich ein Zweijähriger verständlicherweise auch kaum länger von Pharaonengräbern begeistern.

Vom Tal der Könige ließen wir uns im Anschluss noch zum berühmten Totentempel der Hatschepsut fahren. Für den Besuch hier brauchten wir ungefähr eine Stunde. Dabei stiegen wir hinauf bis auf die oberste Terrasse und sahen uns hauptsächlich das Gebäude als Ganzes, einige Statuen und die Landschaft an.





Von hier ging es schließlich wieder zurück zum Nil, über diesen hinüber und kurz nach 14 Uhr waren wir wieder im Hotel.

Den verbleibenden Nachmittag verbrachten wir hauptsächlich am Pool und mit einer kleinen Einkaufstour in den Seitenstraßen. Besonders hat es uns eine Bäckerei angetan, wo wir auch am Vortag schon etwas geholt hatten.
