Von Ruine zu Ruine

Von Ruine zu Ruine

25. März 2026 0 Von Bandanar

Heute standen zwei Rundfahrten auf der Tagesordnung. Am Vormittag wollten wir uns einige Ksour (Mehrzahl von Ksar = Speicherburg) vornehmen. Das erste Ziel war Ksar Beni Barka, welches das gesamte Plateau eines Tafelbergs einnimmt. Das Auto ließen wir am Fuße des Berges und liefen bei angenehmen Temperaturen den Berg nach oben. Das Ksar ist nicht restauriert, aber auf alle Fälle einen Besuch wert. Zum einen lohnt es sich schon wegen der schönen Aussicht und zum anderen ist es ganz spannend die Überreste des ungewöhnlichen Baus mit den unzähligen kleinen Kammern, welche teilweise wie zufällig verteilt wirken, zu erkunden. Wenn da nur der allgegenwärtige Müll nicht wäre…

Da oben drauf ist Ksar Beni Barka
Wir kommen näher
Immer mal ein Blick nach unten lohnt
In der Ruine

Von hier ging es weiter zum Ksar Ouled Soltane. Dieses diente in der Vergangenheit als Star Wars Filmkulisse und ist entsprechend wieder sehr ansehnlich hergerichtet. Seine zwei Innenhöfe sind von teilweise von bis zu vierstöckiger Bauweise umgeben. In den Erdgeschossen befanden sich vereinzelte Souvenirshops, aber ohne allzu aufdringliche Verkäufer. In diesem Ksar begegneten wir im Gegensatz zum vorherigen, wo wir komplett allein waren, auch noch anderen Besuchern. Star Wars zieht anscheinend noch immer.

Erster Hof Ksar Ouled Soltane
Zweiter Hof Ksar Ouled Soltane
Hier kann man klettern

Als nächstes wollten wir Ksar Ezzahra besuchen, welches sich im Zentrum des gleichnamigen Ortes befindet. Wir blieben hier allerdings erstmal auf dem Marktplatz hängen, wo ein großen Kinderfest stattfand, mit (auf Arabisch) moderierten Spielen und tanzender Minnie und Mickey Mouse. Im Anschluss spazierten wir noch eine Runde durch das ebenfalls mehrstöckige Ksar, welches sich in mittelmäßigem Zustand befindet.

Auf dem Hauptplatz ist was los
Der ganze Ort ist auf den Beinen
Spielend am Straßenrand, unbeeindruckt vom Trubel
Modernste Technik
Ksar Ezzahra

Weiter gings zum Ksar (wie schön, wenn man ein neues Wort gelernt hat) Jlidet. Auch dieses liegt inmitten einer Ortschaft, war aber ziemlich vermüllt und bot außer einer zentralen Zisterne nichts neues.

Großer Müll
Ksar Jlidet, Zisterne im Vordergrund

Der letzte Kandidat war schließlich Ksar Mgabla, welches sich am Stadtrand von Tataouine befindet. Da wir aber so langsam dann doch genug hatten, drehten wir nur schnell eine Runde, obwohl es sicher nicht weniger beeindruckend als die beiden vorherigen war.

Blick nach Tataouine
Ksar Mgabla
… und nochmal

Gegen 13 Uhr kamen wir schließlich erstmal zur Mittagspause wieder im Hotel an. Ungefähr zwei Stunden später starteten wir unsere Nachmittagsrundfahrt, diesmal in Richtung Westen zu den Berberdörfern Chenini und Douiret. Nach ungefähr 20 Minuten Fahrt erreichten wir ersteres, welches sich, teilweise stark verfallen und lange verlassen aber dennoch sehr eindrucksvoll, an einen Berghang schmiegt. Wir kletterten eine reichliche halbe Stunde in Chenini umher. Nicht nur das Dorf selbst und das Ksar auf der Bergspitze sondern auch die umgebende Landschaft sind absolut sehenswert.

Imposante karge Berglandschaft
Chenini
Blick aufs Ksar auf dem Bergrücken
Moschee von Chenini
Blick von oben

Weiter ging es durch faszinierende Tafelberglandschaften, man könnte sich auch in Utah wähnen, nach Diouret.

Hier könnte man auch ausgedehnt wandern
Wo sind die Indianer?

Da nicht mehr allzu viel Zeit bis Sonnenuntergang war, beließen wir es bei einem kurzen Aufstieg auf nur halbe Höhe und verbrachten noch ein paar Minuten in einem Café bei schönster Fernsicht.

Diouret
Blick von oben
Bei dieser Aussicht gabs nochmal Kaffee und frischen Saft

Jetzt ging es schließlich wieder zurück zum Hotel. Keine Ahnung ob es zur Hauptsaison anders aussieht, aber es ist erstaunlich wie wenige Touristen hier unterwegs sind. Größtenteils waren wir allein oder nur von wenigen, tunesischen Besuchern umgeben.

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