Am Atlantik angekommen

11. März 2020 0 Von Bandanar

Die zweite Etappe begann heute schon vor Sonnenaufgang, damit wir es auch rechtzeitig zum Flughafen in Brazzaville schaffen. Eigentlich war bis zum check-in reichlich Zeit, aber da es auf diesem Abschnitt der Strecke einige ‚Problemstellen‘ zu überwinden gibt, wollten wir auf Nummer sicher gehen.

Weniger schöner Abschnitt, zwischen Oyo und Brazzaville
Ladung verloren, zwischen Oyo und Brazzaville
Straße – kein Fluss, zwischen Oyo und Brazzaville
Der Bus steckte hinten fest, zwischen Oyo und Brazzaville

Wie es dann meistens ist, lief die Fahrt völlig problemlos und wir waren schon kurz vor Mittag am Flughafen.

Zwischen Oyo und Brazzaville
Rast, zwischen Oyo und Brazzaville
Raststätte, zwischen Oyo und Brazzaville

Unser erster Gang führte hier zum Büro von CanAir Congo, um die Tickets abzuholen. Das gestaltete sich als recht kuriose Angelegenheit. Vor zwei Wochen hatten wir über einen kongolesischen Tickethändler den Flug für 10 Uhr gebucht. Als gestern klar wurde dass wir den nicht erreichen würden, hatten wir bei diesem Händler nachgefragt, ob die 10 Uhr Tickets auf 16:30 Uhr umgebucht werden könnten. Recht schnell kam eine Absage mit der Begründung, dass der spätere Flug ausgebucht sei. Daraufhin hatte ich beim WCS nachgefragt, ob diese während der gestrigen Fahrt telefonisch nach Flugalternativen suchen könnten. Nach Ankunft gestern in Oyo teilte uns jemand vom WCS mit, dass für uns Tickets für (den eigentlich ausgebuchten) CanAir Congo Flug am Nachmittag reserviert seien, und wir diese nur am Flughafen abholen und bezahlen müssten. Also hatten wir nun zwei Buchungen, für 10 Uhr und für 16:30 Uhr. Heute im Büro der Fluggesellschaft fragte ich nach den Nachmittagstickets. Daraufhin gab es etwas Verwirrung und man meinte, es gäbe hier im Büro keine Tickets für uns. Als ich die Visitenkarte vom WCS Mitarbeiter, der die Tickets reserviert hatte, herauskramte, damit dort bitte nachgefragt würde und dabei auch die Vormittagstickets in die Hände bekam und diese als solche erkannt wurden, machte es irgendwie im gesamten Büro ‚klick‘ und man erinnerte sich plötzlich an unsere Namen. Das Ergebnis war, wir sollten einfach die Vormittagstickets nutzen um heute Nachmittag zu fliegen. Unsere Namen stünden auf der Passagierliste – das ginge so in Ordnung. Bezahlen mussten wir nichts. Irgendwer hatte da bei der Airline anscheinend mitgedacht und uns automatisch und kostenfrei umgebucht.
Und das Ganze hat tatsächlich funktioniert! Wir sind pünktlich geflogen! In Pointe-Noire erwartete uns ein Fahrer und jetzt erholen wir uns von dem langen Reisetag in der Malonda Lodge direkt am Atlantik. Scheint eine sehr schöne Anlage zu sein, soweit man es im Dunkeln beurteilen kann. Fast schon schade, dass wir wieder mal die einzigen Gäste sind.

Bungalow, Malonda Lodge

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