Hoch über den Fällen
Für den heutigen Vormittag hatten wir uns eine etwas exklusivere Aktivität vorgenommen, und zwar einen Flug mit dem Helikopter über die Viktoriafälle. Pünktlich 9 Uhr wurden wir von Batoka Sky abgeholt und zum nahen Maramba Aerodrome gebracht. Nachdem die Formalitäten erledigt waren, wurde der Hubschrauber aus der Halle geschoben und für uns startklar gemacht.

Ich hatte das Glück den Platz vorn neben dem Piloten zugeteilt bekommen zu haben Dani und Flynn saßen dahinten direkt am Fenster – besser gehts nicht. Kaum waren wir angeschnallt, hoben wir auch schon zu unserem 30minütigen Flug ab. Wir hatten uns für die lange Variante entschieden, welche mit den Runden über den Viktoriafällen beginnt. Im Anschluss fliegt der Pilot in die Schlucht stromab der Fälle hinab und folgt dieser knapp über dem Sambesi für einige Minuten. Die restliche Zeit wird zur Tierbeobachtung aus der Luft im nahen Mosi-oa-Tunya Nationalpark genutzt. Insgesamt waren wir letztendlich sogar 33 Minuten in der Luft. Und jede Minute davon war den stolzen Preis des Flugs wert. Die Fälle in ihrer Gesamtheit zu sehen ist nochmal ein ganz anderes Erlebnis.









Der Flug durch die Schlucht war spektakulär, speziell wenn man vorn sitzt.



Und bei der Tiersuche hatten wir auch Glück. Wir sahen Impalaherden, eine Büffelherde, Nilpferde, Elefanten und sogar zwei Nashörner von einer mal ganz anderen Perspektive.






Der Rest des Tages war eher weniger spektakulär. Unser nächstes Ziel ist der Lower Zambesi Nationalpark. Da die Strecke dahin aber selbst an einem ganzen Tag kaum zu schaffen ist, fuhren wir heute noch ungefähr den halben Weg bis zur Moorings Campsite, es wird mal wieder im Auto übernachtet, im 300 km von Livingstone entfernten Monze. Diese Strecke lässt sich in Sambia aber leider auch nicht mehr so schnell zurück legen wie in Namibia. Die Straßen sind zwar ebenfalls sehr gut, aber es ist deutlich mehr Verkehr, die Ortsdurchfahrten sind chaotisch und es sind insgesamt viel mehr Leute unterwegs. Alles in allem erinnert das Straßenbild hier schon eher dem östlichen als dem südlichen Afrika. Somit brauchten wir für die Strecke auch fast fünf Stunden.








Ein was Spektakuläres gibt es aber auch hier: den Sternenhimmel – einen beeindruckenderen haben wir bisher wohl nur in der Wüste Wadi Rum gesehen.
