Ankunft in Westpapua
Der Flug nach Jayapura landete pünktlich kurz vor sechs Uhr und auch auf unser Gepäck mussten wir nicht allzu lange warten. Allerdings ist so ein nur fünfstündiger Nachtflug alles andere als erholsam. Für den Weiterflug nach Wamena hatten wir laut Betreiber des Baliem Valley Resort, mit dem ich die Flugoptionen diskutiert hatte, die Wahl zwischen einer unzuverlässigen und einer „spooky“ (gespenstischen) Airline. Spooky aufgrund des Zustands und des Alters der Flugzeuge. Wir haben uns für die unzuverlässige Option entschieden, was auch vollständig zu traf. Zunächst verschob sich unser Flug kurzfristig, aber angekündigt von 9 Uhr auf 11:25 Uhr. Den ganzen Vormittag wollten wir nun nicht unbedingt auf dem Flughafen verbringen und so entschlossen wir uns spontan zu einem Marktbesuch in Sentani und einer Bootstour auf dem nahe gelegenen Sentani See. Da uns jemand vom Baliem Valley Resort in Jayapura in Empfang genommen hatte, ließ sich das schnell organisieren und wir hatten auch gleich einen Guide. Der Markt war nochmal ein ganzes Stück „uriger“ als jener zuvor in Balikpapan.




Und auch die Bootstour hat uns gut gefallen. Die Stelzendörfer vor dem Bergpanorama waren einfach schön anzusehen.




Auf zwei Inseln legten wir kurze Stopps ein, um auf deren Aussichtspunkte hoch zu laufen. Trotz der frühen Uhrzeit war das bereits extrem schweißtreibend.


Zwei Stunden vor Abflug wurden wir wieder zum Flughafen gebracht und checkten ein. Der geplante Einstieg für Wings Air nach Wamena war 10:55 Uhr. Irgendwann war die Zeit ran und es passierte einfach nichts, kein Personal der Airline war am Gate, keine Durchsage. Auch auf der Anzeigetafel war unser Flug nicht aufgeführt. Es gab auch keine Möglichkeit irgendwen Auskunftsfähigen zu fragen – so jemanden gab es einfach nicht. Nur das außer uns noch viele Einheimische einfach geduldig weiter warteten, gab uns etwas Hoffnung. Als ungefähr eine Stunde vergangen war, kam schließlich die Durchsage, dass ein Flugzeug von Wings Air in zwanzig Minuten landen würde. Dies geschah dann tatsächlich und es handelte sich dabei auch um das Fluggerät, welches weiter nach Wamena flog. Letztendlich wurde aus der ursprünglich geplanten Startzeit von 9 Uhr, ein Abflug um 13 Uhr. So schlimm klingt das vielleicht nicht, aber nach einer ziemlich schlaflosen Nacht und vor allem ohne jede Information war das sehr nervenaufreibend.

Nach knapp einer Stunde landeten wir in Wamena, im zentralen Hochland Westpapuas. Ein Fahrer und Guide des Baliem Valley Resort warteten bereits am Flughafen auf uns, so dass es ohne weitere Verzögerung zur Unterkunft gehen konnte. Den für heute eigentlich noch geplanten Marktbesuch in Wamena haben wir erstmal verschoben. Jetzt brauchten wir erstmal etwas Ruhe. Und um die zu finden ist das Baliem Valley Resort genau richtig. Eine knappe Autostunde von der Stadt entfernt, liegt es in 1900 Metern Höhe eingebettet in eine schöne Hügellandschaft. Vom Hauptgebäude und den Bungalows aus hat man einen herrlichen Panoramablick über das Baliem Tal.







Heute sind wir hier die einzigen Gäste, und so hatten wir einen entspannten Nachmittag und taten nicht mehr viel, zumindest soweit das unser Kleiner zuließ 😉