Per Boot durch den Regenwald
Der Tag begann kurz nach sechs mit einem ziemlich vehementen „Papa, aufdehn, Baum wackel, Affen“. Der Kleine war schon munter und hatte Affen entdeckt, und die mussten natürlich ganz stolz gezeigt werden. Zusätzlich gabs noch einige Vögel zu sehen, aber für gute Bilder hat das Licht noch gefehlt.


Nach dem Frühstück war eine Bootstour, diesmal im Sungai Wain Schutzgebiet, geplant. Die Fahrt dahin dauerte leider eine reichliche Stunde – aber direkt um die Lodge herum gibt es außer den Orang Utan Inseln und der Bärenanlage nichts zu tun. Organisiert war aber alles wieder bestens. Bei Ankunft wartete das startbereite Boot auf uns und die Tiersuche begann.


Diesmal waren wir allerdings nicht ganz so erfolgreich. Dreimal sahen wir während der knapp zwei Stunden auf dem Boot ganz kurz eine Gruppe Nasenaffen und einige Reiher sowie Eisvögel flogen umher. Trotz intensiver Suche bekamen wir von den hiesigen Krokodilen aber nur Spuren am Ufer zu sehen.

Nach einer weiteren Stunde Rückfahrt mit dem Auto kamen wir schließlich pünktlich zur Mittagspause wieder an der Lodge an. Und direkt vor unserem Fenster hatte gerade schon jemand Lunchtime. Eine Schlange hatte sich unter dem Dach einen Vogel geschnappt, welcher nun verschlungen wurde. Sowas haben wir auch noch nicht live gesehen.


Das Programm am Nachmittag war nochmal identisch zum Vortag. Zunächst stoppten wir an der Auffangstation der Malaienbären, wo heute deutlich mehr Aktivität zu verzeichnen war.





Im Anschluss unternahmen wir nochmal die gleiche Bootstour auf dem Black River wie bereits am Vortag. Zum einen hatte uns diese sehr gut gefallen und zum anderen ist Tiersuche vom Boot aus mit Kleinkind einfach besser zu machen, als möglichst geräuschloses Trekking durch den Wald. Die Gegend war die selbe, aber die Sichtungen ganz andere. Nasenaffen gab es heute nur einen einzigen, dass war allerdings ein großes Männchen, was seinem Namen alle Ehre machte.

Ansonsten entdeckten wir heute noch einen Waran, zwei Krokodile und zusätzlich zu einer Mangrovennatter auch noch eine Python.






Die zweistündige Tour führte heute außerdem bis zur Mündung des Black Rivers, so dass wir die Gelegenheit hatten, uns das dortige Fischerdorf im Vorbeifahren anzusehen.



Als wir schließlich wieder an der Lodge ankamen, wurde es bereits dunkel und das Abendessen stand bereit.